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25.04.2016

time to say goodbye

Ich betreibe diesen Blog nun schon ganze 4 Jahre. Und ich glaube, es ist nun Zeit zum Abschied nehmen. Angefangen als kleines Online-Tagebuch, schreibe ich hier heute über ernste Themen und Dinge, die mich beschäftigen.
Es ist so, dass ich nun alles niedergeschrieben habe, was mir in den Sinn kam und ich jetzt alles gesagt habe. Natürlich gibt es noch unzählige andere Themen mit denen ich mich befassen könnte. Aber ich bin keine Journalistin und werde es in diesem Leben wohl auch nicht mehr werden. Meine Interessen liegen teilweise nun woanders. Die Berichterstattung aus meinem oder anderen Leben hat für mich nicht mehr die oberste Priorität.
Ich habe mich weiterentwickelt und möchte mich nun lieber mit anderen Dingen beschäftigen. Versteht mich nicht falsch, ich blogge nach wie vor gerne. Ich schreibe Kurzgeschichten, welche ich regelmäßig in meinem anderen Blog poste.
Doch, möchte ich nun auch noch ein anderes Projekt starten, welches mich eigentlich schon seit längerem interessiert. Es ist noch in Planung und ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber es wird natürlich ein weiterer Blog sein. Nennen wir es eine kleine selbstproduzierte Kolummne.
Sobald das Projekt startet, werde ich es auf meiner Facebookseite posten (hier gehts zur Seite).Versprochen.
Diesen Blog lasse ich (vorerst) noch für die Nachwelt bestehen. Dafür habe ich zuviel Herzblut hier reingesteckt. Es ist mein Baby. Aber jedes Baby wird mal groß, sowie auch dieses und nun geht es von dannen. Das ist okay für mich. So ist der Lauf der Dinge, sie verändern sich. 
Dia denkt nach wie vor. Ich bin ein kopflastiger Mensch, das wird sich wahrscheinlich niemals ändern. Gott sei Dank auch, ohne meine Gedanken wäre ich nicht die die ich heute bin. Nur werde ich meine Gedanken nicht mehr so niederschreiben. Wir würden uns sonst in einer Endlosschleife mit denselben immer wiederkehrenden Themen befinden. Denn wie ich bereits schrieb: ich habe alles gesagt. Viel Neues gibt es nicht mehr zu erzählen.
Also verabschiede ich mich mit einer tiefen Verneigung von meinen Lesern aus diesem Blog und bedanke mich für eure Treue und regelmäßigen Besuche. Gehabt euch wohl und vielleicht sehen wir uns bei meinem Kurzgeschichtenblog (hier gehts zum Blog) oder meinem neuen Projekt.

Eure Dia. ♥

22.02.2016

Krank zur Arbeit: Vernunft vs. Verantwortung

Wenn man krank zuhause im Bett liegt, hat man Zeit. Und was macht man,wenn man zu viel Zeit hat? Richtig: nachdenken. Erst denkt man vielleicht über Gott und die Welt nach, dann kommt die Langeweile... "Was machen wohl jetzt die Anderen?" fragt man sich. Erst denkt man dann vielleicht an die Familie, die Freunde... und dann an die Kollegen.


Wir quälen uns mit Kopfschmerzen zur Arbeit, verschleppen Erkältungen, rutschen mit einer Blasenentzündung auf unserem Drehstuhl hin und her. Das Gewissen sagt: "Reiß dich zusammen! Ist doch halb so schlimm. Es gibt schlimmeres. Also kneif die Arschbacken zusammen und beweg' dich zur Arbeit!" Ja ja, die geht schließlich vor. Zuhause bleiben, das macht man nicht. Tun andere schließlich auch nicht. Die sitzen auch da und machen ihren Job. Fieber ist heutzutage keine Rechtfertigung, um zuhause zu bleiben. Ist doch wie schwitzen. Also bitte. Chef sagt "ist doch kein Grund", Kollegen fühlen sich im Stich gelassen. Wir wollen keinen Ärger, also raffen wir uns auf... versuchen es zumindest.

Ich habe Kollegen die kommen mit einer Blasenentzündung oder einer heftigen Erkältung zur Arbeit, stehen das am Schreibtisch durch. Ich frage mich dann immer ob ich ein zu extremes Schmerzempfinden habe oder bloß eine Memme bin, wenn ich mit meiner Grippe zuhause im Bett bleibe. Ich verurteile ihr Verhalten nicht! Im Gegenteil: ich bewundere es! Warum? Weil sie trotz Einschränkung, Leistung bringen! (Aber tut man das dann tatsächlich?) Ich lag Anfang Januar mit einem grippalen Infekt und einer Lungenentzündung zuhause und hatte tatsächlich ein schlechtes Gewissen. Ich konnte mich kaum bewegen und weiß, dass ich zu krank zum arbeiten war. Und trotzdem: es saßen ein Engel und ein Teufel auf meiner Schulter, die darüber stritten, ob ich nun ein Weichei bin oder das Richtige tue. Das in Frage zu stellen ist im Grunde genommen lächerlich, aber ich bin nicht die einzige die das tut.

Von außen klagen Unternehmen besorgt über ihre Mitarbeiter die sich krank zur Arbeit schleppen. Im inneren der Firmen sieht es aber oft ganz anders aus: Druck wird gemacht. Das ist nicht überall so, aber in vielen Unternehmen doch Gang und Gebe. Natürlich wird einem direkt dann auch nicht die Missbilligung mitgeteilt, sondern indirekt. Abfällige Kommentare, doppelt so viel Arbeit, da keiner (absichtlich?) die Vertretung übernommen hat und die nächste Urlaubsanfrage wird abgelehnt (man hatte schließlich schon frei).
Und aus solchen Gründen quälen sich die meisten Angestellten dann zur Arbeit. Sie wollen keinen Stress, keinen Ärger, sich nicht unbeliebt machen. Wie könnte das dann vielleicht auf dem Arbeitszeugnis aussehen!? 
Und quälen sich die fiebrigen "Rotznasen" dann zur Arbeit, werden sie auch nur selten nachhause geschickt, denn manche Chefs meinen: "Wenn er/sie ohne Probleme selbst zur Arbeit kommen kann, kann er/sie auch noch andere Dinge leisten!" Spiegelreporter Matthias Nöllke nennt das "Mitarbeiterpotential erkennen und fördern". Pfff. Ich finde das genau so albern wie er. Aber so ist es leider. Schlimm dabei ist, dass diese Mitarbeiter dann die Messlatte für andere immer höher legen. Soll heißen, wenn die einen krank zur Arbeit kommen, dann verlangen es die hohen Tiere auch von dem Rest der Herde. Ein passendes Zitat von Herrn Nöllke dazu: 

"Heute darfst du nur noch zu Hause bleiben, wenn du tot bist. Mit ein bisschen Fieber geht es dir besser als den meisten anderen, bei denen sich das Fieber gar nicht mehr traut auszubrechen. Und ein Bandscheibenvorfall gilt sogar als gutes Zeichen: Du bist der einzige in der Abteilung, der noch ein Rückgrat hat."

Aber sieht k(aum)einer in dem Moment, in dem die Krankmeldung in der Personalabteilung ankommt, was für Folgen es haben kann, wenn der Mitarbeiter krank zur Arbeit kommt? Die Arbeitsleistung sinkt, es werden Fehler gemacht UND es werden andere Mitarbeiter angesteckt, die dann auch ausfallen (können, wenn diese dann zuhause bleiben würden). Somit kann die komplette Arbeitsleistung vom ganzen Team sinken und es werden schlechte Ergebnisse geliefert. Unter solchen Dingen, kann das ganze Unternehmen leiden. Ob so weitgehend auch gedacht wird?


Also liebe Leute, wenn ihr krank seid, dann seid ihr krank. Gut, das ist logisch, aber was ich sagen will: ihr habt nur diese eine Gesundheit und die ist wichtiger, als eine Kundenanfrage, die auch der Kollege beantworten kann.

Stellt euch vor, ihr habt eine schwere Erkältung und geht damit zur Arbeit. Ihr verschleppt die Erkältung, bekommt eine Lungenentzündung, geht weiter zur Arbeit und schwupp, kommt der Notarzt, weil ihr wegen einer Lungenembolie zusammen gebrochen seid. Sowas hat es schon gegeben und kommt leider Gottes sehr häufig vor. Und wofür dann das alles!?
Wir sind Menschen, krank werden ist menschlich. Wenn der Chef oder Kollegen kein Verständnis für das eigene Leiden während einer Krankheit haben, dann ist das eben so bis sie selbst mal krank werden und auf Verständnis pochen. 
Wenn ich krank bin, dann bleibe ich zuhause. Ich quäle mich damit nicht mehr zur Arbeit und das ist auch gut so. Für mich und meine Kollegen. Nur an den Gewissensbissen muss ich noch arbeiten, aber das bekomme ich auch noch hin!

18.02.2016

Sehnsucht nach Disko, Disko, Party, Party

Ich bin nicht so der Typ, der hier aus dem Nähkästchen plaudert oder von seinem Leben direkt erzählt. Aber momentan grübel ich ziemlich hin und her.

Momentan ist es bei mir sehr ruhig. Mein Freund schreibt seine Bachelorarbeit (Zeitintensität-Level: 2000 %), eine Freundin ist am Renovieren, ein Freund ist krank, die anderen haben Klausurphasen an der Uni, andere arbeiten, haben Freizeitstress oder wohnen zu weit weg. Also, ist es wirklich... ruhig.
Dazu kommt noch eine gewisse Anspannung aus einem meiner Freundeskreise, weshalb die Gruppe etwas... gespalten ist. Einer meldet sich gar nicht mehr und durch unausgesprochenen Differenzen, trifft man sich entweder mit dem oder mit dem. Aber nicht mehr zusammen in der Gruppe. Und wenn in der Gruppe doch mal was geplant wird, man selbst jedoch keine Zeit hat, weil man zum Beispiel schon verplant ist, seinen Freund bei seiner Bachelorarbeit unterstützen möchte oder einfach lustlos ist, fehlt das Verständnis ein klitzel kleines bisschen. Also ist es, wie bereits gesagt, r u h i g.

Was macht man wenn einem also langweilig ist? Man tut dies und das, surft im Netz... und Facebook ist ja ein wundervolles Medium zum sinnlosen Zeitvertreib, um zu stalken und rumschnüffeln. Somit habe ich mir die Tage verschiedene "Pinnwände" meiner Facebook-Freunde vorgenommen. Hängen geblieben bin ich an der von meinem Freund. Wir sind noch nicht soooooo... lange zusammen und da mir langweilig war und ich ja (überhaupt nicht) neugierig bin, habe ich geguckt und gescrollt und weiter geguckt und weiter gescrollt. Großteils war es Langeweile, aber zum anderen Teil war es die Neugier, was er so vor mir alles erlebt/gepostet hat. Ich war wie ein "Fmombie" (Eigenkreation (?): Mischung aus Facebook und Zombie) und habe alles um mich herum vergessen und... gestalkt.
Und wenn ich mir die Pinnwand von meinem Freund auf Facebook ansehe, bekomme ich "Erlebnisweh". Vor meiner Zeit hat er viel unternommen und die Fotos aus seiner Timeline zeigen mir, dass er unglaublich viel Spaß hatte (auf meinem Profil dasselbe in grün). (Nicht, dass ich von seinen Erlebnissen bisher nichts wusste. Er hat mir viel erzählt, eigentlich alles. Aber es von ihm zu hören und im Vergleich Fotos zu sehen, macht einen Unterschied. Oder?)
Als ich kam, kam auch ein bisschen die Ruhe (so ein Freund von ihm und meine Freundin zu mir). Das Feiern wurde weniger, die Alkoholexzesse am Wochenende auch... Wir sind vor der jetzigen "Ruhephase" (ich möchte hier nochmal das Wort "Phase" betonen) auch öfter mal feiern gewesen, öfter unterwegs. Aber es ist doch schon anders, wenn man in einer Beziehung ist. Man trinkt weniger, will aufeinander aufpassen, wenn man abends/nachts unterwegs ist. Man ist aber auch mal zuhause, macht was zu Zweit: guckt einen Film oder so. Ich glaube den Spruch "Seitdem du eine/n Freund/in hast, sieht man dich gar nicht mehr." kennt jeder.  Aber das ist der natürliche Lauf der Dinge.

Ich persönlich gehe übrigens sehr gern feiern, ich liebe es zu tanzen. Mir fehlen jene unvergessliche Abende, die ich damals oft mit meinen Freunden hatte.
(Nicht, dass ich mich nach meinem Single-Leben sehne oder er sich nach seinem und wir  nicht glücklich miteinander sind: wir sind es und wir genießen jeden Moment miteinander :-) also nicht falsch verstehen!)
Fakt ist, dass wir beide uns eher selbst als Paar widmen, als den wilden Feiereien die um uns herum wuseln. Das ist normal, so laufen Beziehungen: der Partner ist die Nummer 1. Also möchte man seine wertvolle Zeit am Liebsten mit ihm/ihr verbringen, egal wie.
Fast alle meine Freunde haben Beziehungen, bei ihnen läuft es also ähnlich oder fast gleich (Zeit zu Zweit und so).


Dadurch, dass momentan nicht so viel ansteht, habe ich natürlich viel Zeit zum nachdenken. Was auch sonst?

Sind Beziehungen so ein... mmh, wie nennen wir es mal... so ein Party-Overkill? Ich meine, wenn man wirklich ruhiger und sesshafter wird, liegt das dann am Partner oder daran, dass man überhaupt einen hat? Ja, muss ja so sein, denn es ändert sich doch nichts, außer natürlich, dass man nicht mehr allein einschläft oder aufwacht (es sei denn, man hat einen One-Night-Stand und bleibt nur über Nacht). Oder doch? 
Ich werde bald (ganz bald :-), Geburtstag WOHOO!) 24 Jahre alt, das liegt noch im "woo!"-Bereich. Wenn ich es aber ganz kritisch sehen würde, nur mal angenommen, dann würde meine Beziehung mich eher in den "buh!"-Bereich schieben, da es durch die Beziehung ja ruhiger geworden ist. Aus "woo!" wird "buh!" ? 
Mmh... ziemlich einseitig, wenn ich mir meine Worte jetzt so ansehe. Ist es wahrscheinlich auch (viele Menschen laufen ja gern mit Scheuklappen durch die Gegend), aber man kommt ja erst dann ans Ziel, wenn man eine gewisse Strecke zurück gelegt hat. Nicht wahr?
Ich glaube, es handelt sich hier um eine Volkskrankheit im Segment Pärchen. Man wird bequemer, will natürlich kuscheln, intime Nähe. Geht schlecht, wenn man in der Disko auf der Tanzfläche am abzappeln ist (auch wenn ganz viele das Gegenteil denken, was das angeht). Tja, das einzige was man da wohl tun kann, ist gegen den Strom schwimmen (was auch sonst!?).
Daher freue ich mich, wenn diese "Ruhepause" wieder vorbei ist und ich/wir wieder durchstarten können. Ich möchte nämlich noch eine Weile beim "woo!" bleiben. Außerdem denke ich, dass mein Herzblatt und ich ganz gut versuchen nicht langfristig diesem Trott zu verfallen. Klappt ganz gut!

07.02.2016

Wenn Frauen knien

... haha und ich meine nicht, um die Klarinette ihres Liebsten zu spielen. Erwischt, ihr Lümmel!

Der Anstand schreibt vor: der Mann macht der Frau den Antrag. Aber was ist wenn das Weibchen plötzlich kniet und den Ring hoch hält?


Fakt ist, die Mehrheit (79,4 %) möchte, dass der Antrag in erster Linie gefühlvoll und romantisch ist. Knappe 77,3 % setzen auf den Überraschungsmoment. Man will ja schließlich seinen Enkeln noch davon erzählen:

"Ich habe mich damals schon über diesen fabelhaften Urlaub gewundert... ich konnte mein Glück gar nicht fassen, als euer Großvater sagte, er habe zwei Tickets für einen Flug nach Hawaii. Er hatte mir diesen Urlaub zum Geburtstag geschenkt und da ich sowie so immer davon träumte mir Hula-Tänzerinnen anzusehen, wollte er mich damit überraschen. Wir waren sieben Tage dort und am letzten Tag sollten wir unseren Heimflug um 23:30 Uhr antreten. Also beschlossen wir, abends einen letzten Spaziergang am Strand zu machen, während die Sonne unterging. Als wir Arm in Arm über den Sand schlenderten, sah ich in der Ferne viele kleine Lichter. Ich fragte euren Großvater, was das wohl sein mag. Aber er zuckte nur mit Schultern und sagte, wir können ja nachschauen. Als wir an der Stelle ankamen, sah ich hunderte kleine Teelichter brennen. Sie leuchteten so schön in der Dämmerung und wir gingen durch sie hindurch. Plötzlich blieb euer Großvater stehen und kniete sich vor mich. Er lächelte mich an und fragte, ob ich seine Frau werden möchte. Er sagte, er fragte mit Absicht an unserem letzten, den siebten, Urlaubstag, da sieben eine Glückszahl sei. Er war schon immer ein bisschen abergläubig und dachte, dass ihm die Zahl selbst Glück bringe und er dadurch seine Chancen auf ein 'Ja' erhöhen würde. Natürlich habe ich ja gesagt, wie hätte ich diesen Mann nicht heiraten können. Ich war in diesem Moment so perplex und überrascht... es war einfach wunderschön." *seufz* wie überaus klischeehaft und schmalzig :-) Da hat Opi aber auch ganze Arbeit geleistet! Sowas wünschen sich viele Frauen. Apropos: 62,6 % der Befragten sind der Meinung, dass der Mann den Antrag machen sollte. Womit wir auch wieder beim Thema wären: nur bei 35,4 % geht die Initiative von der Frau aus. Die klare Minderheit. Ich frage mich: wieso? Wir leben im 21. Jahrhundert, die Frau verlangt Emanzipation, ist wenn es um den Heiratsantrag geht, aber altmodisch. Wir mutieren wieder zu diesen kleinen Mädchen, mit den zwei Zöpfen, die in ihrem Märchenbuch von dem Prinzen auf seinem weißen Schimmel lesen. Ich halte das ja für ein Phänomen. Da zeigt sich wieder: Frauen sind nicht zu verstehen.

Film "Selbst ist die Braut" aus 2009
Ich gehe mittlerweile stark auf die Mitte 20 zu, meine Freundinnen sind ein bisschen älter als ich. Und ich merke: meine Mädels machen sich ernsthafte Gedanken um dieses Thema. Eine ist bereits seit über einem Jahr verheiratet, die Andere hat bald auch einen Ring am Finger. Das jemand von ihnen mal einen Antrag machen würde, kam nie in Frage. Auch bei den anderen, die noch keine Hochzeit in Sicht haben, ist das nicht der Fall. Wie ich die Sache sehe? Ich bin zwar endlos kreativ, aber wie ich meinen Freund irgendwie und irgendwann mal fragen sollte, wüsste ich nicht. Das würde ich nicht gebacken bekommen (also Hasi, sollte es irgendwann so weit kommen... musst du dich darum kümmern ;-) ).
Ich finde auch, das liegt in der Hand des Mannes. Die machen das schon seit Jahrhunderten, vielleicht liegt es ihnen ja bereits im Blut. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass der eine oder andere vielleicht beleidigt wäre, wenn man ihnen diese Entscheidung zu einer der schönsten Fragen der Welt einfach nehmen würde. Wer weiß? Ich denke, der männliche Stolz spielt da auch eine Rolle...


"Viele Beziehungs-Experten raten von weiblicher Initiative ab: Für Frauen sei eine Hochzeit der krönende Abschluss der Beziehung, bevor es dann in die richtige wichtige gemeinsame Zukunft geht, wo später dann auch Kinder abgesichert und versorgt werden müssen..." - Quelle: Frauenzimmer


Frauen wollen umworben und umsorgt werden... ich glaube der entscheidende Punkt dabei ist, dass sie dann nicht mehr so ernst genommen werden. Und das wollen sie einfach.
Vielleicht nimmt gerade deswegen mittlerweile jede siebte Frau die Verlobung selbst in die Hand, Tendenz steigend. Meine Mutter hat, vor über 25 Jahren, auch damals meinen Vater gefragt, ob er sie heiraten möchte. Der hat sich gefreut wie ein kleines Kind an Weihnachten und sofort ja gesagt :-)

Trotzdessen gehöre ich zu der Mehrheit, die gerne gefragt werden möchte. Zum einen, weil ich was das angeht, keine Ahnung hätte wie ich es anstellen sollte UND weil ich eine hoffnungslose Romantikerin bin. Zwar muss ich nicht extra nach Hawaii, aber ich möchte meinen Enkeln auch eines Tages davon erzählen können ♥

(Quellen der Zahlen: LINK)

31.01.2016

Rothaarige haben keine Seele

... oder haben die Menschen, die sowas behaupten keine? Egal, ob nur daher gesagt, aus Spaß oder sogar ernst gemeint: es verletzt oder kratzt zumindest am Selbstwertgefühl.

Eine Geschichte über die "Die Bunte" berichtete, machte mich sprachlos. Eine Frau, Lauren Russell, postete auf ihrem Facebook-Account, dass ihr 3-jähriger Sohn im Bus von einem 13-jährigen schlimm beschimpft wurde. Er sagte zu seinem Freund, jedoch so laut, dass Laurens Sohn es gut hören könnte: "Hätte ich ein rothaariges Kind, würde ich es töten!" Wahrscheinlich hatte der Junge selbst keine Ahnung, wovon er da spricht. Und mit 13 Jahren ist man im Biologieunterricht auch noch nicht so weit, sodass er das verstehen könnte... trotzdem ist so ein Aussage einfach schockierend. Lauren schrieb weiter auf ihrem Facebook-Account: "Mein kleiner Junge hört einfach nicht auf zu fragen, wieso den Leuten sein Haar nicht gefällt. Er hat mich sogar gefragt, ob ich seine Haarfarbe nicht einfach für ihn ändern könne, damit es den Leuten gefällt. Er fragte auch, wieso er nicht so sein kann wie sein Bruder, der keine roten Haare hat. Mein Herz bricht jedes Mal, wenn er mich so etwas fragt. Er ist doch erst drei Jahre alt und versteht das alles noch nicht." Wie soll er denn auch?
Natürlich trifft ihr Post auf viel positive Resonanz im Internet. Viele unterstützen sie mit lieben Kommentaren und aufbauenden Worten.
Der kleine Junge tut mir schrecklich leid. Er denkt, er sei anders... abnormal (?), weil er einfach rote Haare hat. Obwohl, das überhaupt nicht stimmt! Im schlimmsten Fall, was ich ihm von ganzen Herzen nicht wünsche, kann es sein, wenn er sich weiterhin mit solchen Dingen auseinander setzen muss, dass er denkt, er sei tatsächlich abnormal oder nicht viel wert. Ein geringes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein entwickelt sich, wenn überhaupt und dann wird er automatisch zur Zielscheibe weiterer Mobbingattacken. Und das nur, weil ein anderes Kind nicht nachdenkt bevor es den Mund aufmacht!? Schrecklich!

Und das obwohl es, wie ich finde, die schönste Haarfarbe dieser Welt ist. Und außerdem eine der seltensten: 


Eingebetteter Bild-Link

"Redheads" oder auch "Gingerheads" machen nur einen sehr geringen Anteil unserer Weltbevölkerung aus. Die meisten sind in Schottland zu finden, dort haben 14 von 100 Menschen rote Haare. In Irland sind es ca. 10 % der Bevölkerung. Auch in Teilen von Russland gibt es ca. 10 % der dort lebenden Bevölkerung, die rote Haare haben. Rothaarige mit blauen Augen, sind übrigens die kleinste Minderheit der Welt.
Sie sind nicht anders, sondern ganz einfach besonders! Und gerade weil sie so besonders sind, waren Rothaarige in früheren Zeitaltern die teuersten Sklaven. Im alten Rom sagte man, dass "Gingerheads" besondere Eigenschaften hätten. Sie seien stärker und entschlossener als andere und deshalb so beliebt und teuer gewesen.
Was man übrigens auch vielleicht da herleiten kann, dass sie ein geringeres Schmerzempfinden als Menschen mit blonden oder braunen Haaren haben. Sie reagieren zwar empfindlicher auf Temperaturunterschiede, jedoch weniger auf Druck- und Stich-Schmerzen.
Habt ihr außerdem gewusst, dass Rothaarige im Alter nicht grau werden? Rote Haare behalten ihre Pigmente deutlich länger, als andere Haarfarben. Aber natürlich verändert sich die Haarfarbe im Laufe der Jahre: sie kann zu einem blassen Kupfer werden, einem rosigen Blond bis hin zum silbrigen weiß verlaufen.

Aber so sind die Menschen: vor allem, was sie nicht (so gut) kennen, schrecken sie zurück. Deswegen reagierte dieser 13-Jährige im Bus auch so extrem. Er hat sich in seinem Umfeld wahrscheinlich noch nie mit dieser, einer der normalsten Dinge dieser Welt, auseinander setzen können.
Ähnlich wie bei der Hexenverbrennung im Mittelalter: rothaarige Frauen waren selten, in der Minderheit, sie waren anders. Anders war schlecht, da es keiner kannte. Also wurden sie verbrannt, gehangen oder mit Steinen an Händen und Füßen in einen See geworfen.
Heute wird sowas, Gott sei Dank, nicht mehr gemacht. Aber die Qualen die damals physisch waren, sind nun psychisch.
Sprüche und Klischees wie "alle Rothaarigen sind sowie so hässlich" kennen wir ja alle. Dabei ist Ästhetik immer eine Sache der Perspektive! Außerdem gibt es auch "hässliche" Menschen mit schwarzen, braunen oder blonden Haaren. Eine überdimensionale Hakennase sucht sich den Kopf wo sie hin will, nicht nach der Haarfarbe aus. 

Und um dieses Klischee mal zu widerlegen, hier ein paar schöne Beispiele:


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Als ich klein war, wollte ich immer rote Haare, ein Brille und eine Zahnspange. Sommersprossen habe ich bereits, die konnte ich also auf meiner Liste abhaken. Trotzdem war ich manchmal traurig, weil der Rest nicht in meine Vorstellung passte. Kinder eben.
Mein jugendliches "Ich" trieb es sogar so weit, dass ich mich mit meinem Überschuss an Hormonen in Rupert Grint ("Ron Weasley") verknallte. Gott, waren das Zeiten... Poster, Tagebücher, ich war auf Wolke "Ginger".
Ich habe mir vor ein paar Jahren auch mal selbst die Haare kupfer gefärbt und ich habe es geliebt. Der dunkle Ansatz war nur immer sehr störend, also entschied ich mich für eine andere Haarfarbe. Für eine, bei der die dunkleren Haare nicht so auffielen. Wäre dieses "Problem" nicht gewesen, hätte ich die Haare heute noch so getragen.

Ich bin kein Fan von Schubladendenken und von Mobbing erst gar nicht! Was ich hiermit sagen möchte ist: Vorurteile sind scheiße! Sollte man mal drüber nachdenken, vielleicht ein bisschen häufiger... und wenn man das noch seinen Kindern erfolgreich beibringen kann, dann hat man Applaus verdient!

26.01.2016

Schlimmer als Monopoly


Ein kleiner Hörer, in einer grünen Blase hat dafür gesorgt, dass Anna nun jedes Wochenende allein zuhause in ihrem Zimmer sitzt. Sie hatte mit diesem Ding eh nie viel zu tun, mag es lieber direkt mit den Leuten zu sprechen. Wenn man ihr schrieb, hat sie stets kurz geantwortet. Sie wollte nie ein Smombie (Jugendwort 2015: ... jemand, der wie gebannt auf sein Smartphone schaut und dadurch wie ein Zombie durch die Gegend läuft) sein. Emoticons? Was ist das?

Anna war in einer WhatsApp-Gruppe mit dem Namen Pappnasen vom Dienst. "Wie passend..." denkt sie mittlerweile. Darin wurde sich über dies und das ausgetauscht und Verabredungen in der Clique geplant. Anna war anfangs, für ihre Verhältnisse, recht vorbildlich. Sie hat mal was vorgeschlagen, stets zugesagt, wenn sie Zeit hatte und auch abgesagt, wenn es nicht ging. Dadurch, dass Anna zur Zeit beruflich ziemlich eingespannt ist, ist sie froh, nach Feierabend die Füße hochzulegen. Daher hat sie ab und an vergessen zu antworten oder, wenn sie daran dachte, das Handy in die Hand genommen und des Öfteren abgesagt. 
Aber alles geht vorbei, auch die stressige Projektphase in der Agentur, und somit hat Anna nun wieder privat mehr Zeit und fragt ihre Freundinnen via WhatsApp, anrufen ist schließlich out, ob jemand Zeit hat. Niemand reagiert. Sie denkt sich nichts dabei, wahrscheinlich kann einfach keiner. Ein paar Tage später fragt Anna, ob jemand den neuen Actionfilm im Kino gucken möchte. Niemand reagiert. Sie runzelt die Stirn, als sie sieht, dass jeder die Nachrichten gelesen hat, aber niemand schreibt. "Mmh, wahrscheinlich konnten sie nur kurz auf das Handy schauen. Die melden sich bestimmt noch." denkt sie. In der Gruppe herrscht Ruhe und Anna fragt ein drittes Mal, ob jemand Lust hat den neuen Italiener auszuprobieren. Niemand reagiert. Nachdenklich geht sie in den Supermarkt, um ihren Wocheneinkauf zu erledigen. Dort trifft sie eine ihrer Freundinnen, Lena, mit dem Handy in der Hand an der Kasse. "Hey du," sagt sie. Erschrocken, dreht sich ihre Freundin um und guckt Anna mit großen Augen an. "Hi..." sagt sie und krallt ihre dünnen Finger um ihr Handy. "Wir haben uns lang nicht mehr gesehen, wie geht's dir?" fragt Anna, ist aber etwas verunsichert, weil ihre Freundin sich komisch ihr gegenüber verhält. Lenas Augen verengen sich und ihr Kopf neigt sich nach oben. "Du hast ja auch nie Zeit oder meldet sich gar nicht." antwortet sie und dreht sich wieder um. Verdutzt steht Anna hinter ihr und muss diese Antwort erstmal kurz sacken lassen. "Aber ich habe euch doch nun dreimal schon geschrieben..." sagt sie leise. Ohne sich umzudrehen, sagt Lena: "Zu wenig, zu spät." und schnaubt einmal verächtlich. Bitte!? Lenas Handy vibriert und sie hält es so, sodass Anna auf den Bildschirm gucken kann. Eine neue Gruppe: Anna ist ätzend. Anna ist enttäuscht, wütend und gleichzeitig unglaublich erschrocken über diese plötzliche Feindseligkeit. Was sind das für Freunde? Sie macht kurzen Prozess und zückt ihr Handy. WhatsApp, Gruppen, Pappnasen vom Dienst, Optionen, Gruppe verlassen. Lenas Handy vibriert erneut und sie dreht sich um. "Du verlässt die Gruppe!?" fragt sie giftig. "Ja, ich bin eurem Anschein an, zwar ätzend. Aber dieser Gruppenname passt besser zu euch." antwortet Anna trocken und dreht sich um. Sie stellt sich an eine andere Kasse und lässt Lena mit offenem Mund stehen.


WhatsApp ist mittlerweile DAS Kommunikationsmedium. Es geht schnell, ist einfach und eigentlich kostenlos (abgesehen von diesen 0,89 € die einmal fällig sind, aber was soll's).
Und Monopoly ist eins DER Gesellschaftsspiele. Es dauert zwar lange, ist aber auch einfach und man hat lange was davon. Beide haben etwas gemeinsam: sie zerstören Freundschaften.
Warum? Wie Monopoly das schafft ist offensichtlich und auch allgemein bekannt. Aber WhatsApp manipuliert hinten rum. 
Zu aller erst: durch WhatsApp sieht der Andere alles. Wann du online bist, deinen Status, wie du aussiehst, wann du in einer Gruppe aktiv warst, wann du welche Nachrichten gelesen hast und wann du schreibst. WhatsApp is watching you. Und das ist das Problem. 

Beispiel 1: Du fragst deine Freundin, ob sie abends was unternehmen möchte. Du siehst, sie ist online. Du siehst die blauen Haken, sie hat es gelesen. Aber du bekommst keine Antwort und dann geht's los: "Warum schreibt sie nicht? Hat sie keine Lust? Kann sie doch dann direkt sagen... die hat bestimmt keinen Bock mehr auf mich. Ist sie sauer? Weswegen? Was habe ich ihr getan?" Im Endeffekt war die Freundin gerade am Autofahren und konnte deswegen nicht antworten.

Beispiel 2: Freundin fragt, ob alles gut ist. Du schreibst "Ja, klar." aber vergisst das Emoticon. Freundin interpretiert einen genervten Unterton in deine Aussage und dann bricht die Zickerei los.

Man kommt so schnell von Hölzchen auf Stöckchen, dann zum Ästchen, weiter zum Bäumchen, bis man eine Nordmanntanne vor sich stehen hat. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Teenagerkriege deswegen schon losgebrochen sind... ich meine bei den ganzen Hormonen, die die auch intus haben...
Es nervt. Mich nervt es. Wie oft habe ich in letzter Zeit schon darüber nachgedacht, diese App von meinem Handy zu schmeißen. Habe ich bisher aber nie getan, weil ich sonst von der Außenwelt abgeschnitten bin. Klingt zwar bescheuert, ist aber so. Man bekommt ja nichts mehr mit, weil die ganze Welt darüber kommuniziert. Telefoniert wird nicht mehr und beim Kumpel wird auch nicht mehr geklingelt, um zu fragen ob der Zeit hat. WhatsApp ist bequemer und schnell ein paar Wörter zu tippen, geht ja auch schnell. Und um nicht den Kontakt zu meinen Freunden zu verlieren, weil ich keine andere Kommunikationsalternative habe, habe ich diese App auch noch auf meinem Handy. Auch wenn ich mittlerweile ziemlich genervt davon bin. Du bist rund um die Uhr erreichbar, wirst von deinen Freunden "beobachtet" und wenn du nicht sofort antwortest, aber online warst, friert vielleicht die Hölle zu. Aktuell habe ich keine Probleme damit, aber in der Vergangenheit war das zu oft der Fall. Leider gewinnt der Mainstreamstrom aber hier immer wieder. Wir sind abhängig. Abhängig von sozialen Interaktionen und Bequemlichkeit.

Und irgendwann sehen wir so aus:

Bildquelle: Wall-E
Bildquelle: Wall-E
Dann sind wir nicht nur Smombies, sondern einfach nur noch Fleischmasse die gar nicht mehr direkt miteinander spricht, sondern nur auf ihre Bildschirme starrt.

13.01.2016

Merkel hat mein Mitgefühl

Bei den Themen Politik und Religion wird man sich niemals einig, man streitet nur. Deswegen, so sagt eine Arbeitskollegin, sollte man sich da raushalten. Es ist grauenvoll. In Deutschland herrscht gerade gefährliche Unruhe und wer wird dafür verantwortlich gemacht? Angela Merkel. Sie wird im Netz (aber nicht nur dort) beschimpft und das auf ganz üble Art und Weise. 

"Merkel schafft ganz bewusst das Deutsche Volk ab ..Punkt !!!"

"Zumindest hat sie es geschafft, das sich das Volk gegeneinander aufbringt, anstatt es zu einen. Sie hat versagt."


"Vielleicht denkt die ehemalige FDJ- Sekretärin : wenn es die DDR nicht mehr gibt brauchen wir auch kein Volk."

"Merkel leidet ganz klar unter Realitätsverlust....was sie mit ihrer Willkommenskultur den Deutschen antut, muss erst mal einer nachmachen."

"Frau Merkel ist keine Bundeskanzlerin für Deutschland und das Volk. Frau Merkel ist eine Kanzlerin für Großkonzerne, Lobbyisten und Migranten. Frau Merkel hat den Bezug zur Realität verloren. Frau Merkel ist eine Gefahr für Deutschland und Europa."

"Alle werfen vor, das Volk kann sie nicht mehr ertragen aber niemand schafft es sie vom Thron zu schubsen!!!"

Dummheit und Hetztiraden, angetrieben durch Frust und Wunschdenken führen die Kommentarlisten in sozialen Netzwerken an. Ich kann es nicht mehr hören. Hört ihr Irren euch eigentlich zu!? 
Natürlich hat sie nicht alles richtig gemacht! Das steht hier nicht zur Debatte, das ist zu sehen, das ist allgemein bekannt. Aber wie sollte sie denn auch? Seien wir doch mal ehrlich: EGAL wie sie es gemacht hätte, egal was sie gesagt hätte, es wäre IMMER falsch gewesen. Das Volk sucht einen Sündenbock und sie ist das Gesicht, welches das Tun und Schaffen der deutschen Politik vertritt. Also wird sie für alles verantwortlich gemacht. Es ist ein Dilemma, keine Frage. Aber egal, welchen Weg Deutschland eingeschlagen hätte: es wäre auf keinster Weise alles glatt gelaufen.
Denkt Ihr wirklich, es wäre alles besser gelaufen, hättet ihr das Zepter mit eurem gesunden Halbwissen in der Hand gehabt!? WOHL KAUM!
Die Menschen sehen und hören hauptsächlich das, was sie wollen. Sie fühlen sich dadurch in ihrem (falschen) Denken und Handeln unterstützt. Und man selbst wird, wenn man natürlich nicht mitzieht und ihrer Meinung ist, als naiv, dumm und unwissend bezeichnet. Das ist traurig und das wirklich dumme.

Ihr schürt regelrecht Hass und Wut, stachelt euch gegenseitig in euren Argumentationen an! Wisst ihr was sowas auslösen kann!? Ihr Idioten denkt von der Wand bis zur Tapete und so wie ihr redet, hat das auch nichts mehr mit der schlichten Vertretung der eigenen Meinung zu tun!

Frau Merkel wird nicht wiedergewählt werden, das ist ihr wahrscheinlich genau so bewusst wie dem deutschen Volk. Ich glaube daher auch nicht, dass sie nochmal zur Wahl antreten wird. Dafür sind die Wunden zu tief und die Niederlage würde nur Salz in diese streuen. Aber das ist okay, ich kann das verstehen. Vollkommen.

Ich bin mit der aktuellen Situation auch nicht zufrieden, im Gegenteil. Aber ich werde sicherlich nicht eine einzige Frau für alles verantwortlich machen, die es mit der Last an Verantwortung schon schwer genug hat. Außerdem weiß ich, dass ich das Problem nicht hätte besser lösen können, denn eine Ideallösung gibt es nicht!
Ich bewundere diese Frau für ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass der Druck der auf sie lastet, sie zerstören wird. Und das tut mir wiederum sehr leid für sie.

P.S. ich weiß ganz genau, dass ich hierfür bestimmt keine Lorbeeren ernten werde und viele mich nicht verstehen oder mit mir nicht übereinstimmen. Aber das ist meine Meinung und wenn irgendwelche Idioten im Internet ihren Hass verbreiten können, dann kann ich meinem Ärger über diese Menschen auch Luft machen! Dann mache ich es wie sie: Meinungsfreiheit und so...